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Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA)

Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz (PSAgA) bestehen aus mindestens einer Körperhaltevorrichtung und einem Befestigungssystem, die durch eine zuverlässige Verankerung miteinander verbunden werden.

Typische Bestandteile der PSAgA sind Auffanggurte und -westen, Verbindungsmittel, Bandfalldämpfer, Karabinerhaken und/oder Höhensicherungsgeräte.

Bandfalldämpfer

Ein Bandfalldämpfer (auch Aufreiß-Dämpfer) reduziert die bei einem Sturz auftretenden Kräfte. Es handelt sich um ein mehrlagig übereinander vernähtes Band, das im Sturzfall auseinanderreißt und so die auftretenden Kräfte auf ein Maximum von 6kN mindert. Diese Ausdehnung ist bei der Verwendung in Rückhalte- und Auffangsystemen unbedingt zu berücksichtigen. Häufig sind Falldämpfer in die Verbindungsmittel integriert.

Bandfalldämpfer sind nach DIN EN 355 geprüft und zertifiziert. Gemäß DGUV Regel 112-198 müssen sie als Bestandteil der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) vor jeder Benutzung einer Sichtprüfung unterzogen werden. Darüber hinaus ist vorgeschrieben, die gesamte Ausrüstung (und damit den Falldämpfer) mindestens alle 12 Monate von einem Sachkundigen für PSA auf ihren einwandfreien Zustand prüfen zu lassen.

Auffanggurt – Bestandteil der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA)

Ein Sicherungsgurt, der am Körper getragen wird, und somit Bestandteil der Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) ist. Auffanggurte (oder auch Auffangwesten) müssen gemäß DIN EN 361 zertifiziert sein und mindestens einmal pro Jahr auf ihren Zustand geprüft werden. In welchen Arbeitsfeldern sie Einsatz finden, regeln in Deutschland die berufsgenossenschaftlichen Vorgaben, etwa die verbindliche DGUV Regel 112-198 (vormals BGR 198) „Benutzung von Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz“. Hier ist zum Beispiel vorgeschrieben:

„Für diejenigen Versicherten, für die die Sicherung gegen Absturz zur Arbeitscharakteristik gehört, ist ein Auffanggurt zur Verfügung zu stellen, der dem Versicherten zur alleinigen Benutzung zusteht.“

Auffanggurte verfügen über einen D-Ring, an dem der Träger sein Verbindungsmittel befestigt und so eine Verbindung zur Anschlageinrichtung herstellt. Auffanggurte leiten die bei einem Sturz auftretenden Kräfte über die Beinschlaufen zu den Oberschenkeln, um so massive Verletzungen an sensibleren Körperteilen zu vermeiden. Außerdem halten Auffanggurte den Träger nach einem Sturz in aufrechter Position. Kam ein Gurt tatsächlich einmal bei einem Sturz zum Einsatz, muss er ersetzt werden. Auch in gut gewartetem Zustand ist er nach spätestens 8 Jahren nicht mehr zulässig und muss durch einen neuen Auffanggurt ausgetauscht werden.

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