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29.05.2019 | Wartung Landschaftspark Duisburg.

Wartung im Landschaftspark Duisburg diverser Seilsysteme, Steigschutzsysteme und PSAgA.

Verbindungsmittel (PSAgA) gemäß DIN EN 362

Das Verbindungsmittel stellt die Verbindung zwischen Anschlageinrichtung und zu sichernder Person her: Es wird an einem Ende am Anschlagpunkt oder Seilsicherungssystem befestigt, am anderen Ende mit dem Auffanggurt, das der Nutzer am Körper trägt.

Das Verbindungsmittel ist entweder ein flexibles Band aus Seil bzw. Gurtband (Verbindungsmittel gemäß DIN EN 362) oder ein Höhensicherungsgerät (gemäß DIN EN 360). Grundsätzlich sollte das Verbindungsmittel in Kombination mit einem Bandfalldämpfer verwendet werden. Höhensicherungsgeräte sind oftmals mit einer integrierten Dämpfung ausgestattet.

Sachkundiger für PSAgA

Sachkundige für PSAgA sind Personen, die in einer Schulung gemäß dem DGUV Grundsatz 312-906 (vormals BGG 906) „Auswahl, Ausbildung und Befähigungsnachweis von Sachkundigen für persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz“ Kenntnisse auf dem Gebiet der persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz erwerben. Ein Sachkundiger für PSAgA ist mit den einschlägigen Vorschriften, Regeln und Normen soweit vertraut, dass er den arbeitssicheren Zustand der Ausrüstung und deren sachgerechte Anwendung beurteilen kann.

Inhalte einer Weiterbildung zum Sachkundigen für PSAgA können im Einzelnen sein:

  • Anschlageinrichtungen nach DIN EN 795
  • Unterweisung, Überwachung, Aufbewahrung, Wartung und Instandsetzung von PSAgA
  • Beurteilung von Schäden
  • Materialkunde
  • Aufgaben und Pflichten des Sachkundigen
  • Einweisung in die Prüfung von Schutzausrüstungen
  • Abschlusstest

PSA-Richtlinie 89/686/EWG

Die PSA-Richtlinie 89/686/EWG „regelt sowohl die Bedingungen für das Inverkehrbringen […] als auch die grundlegenden Sicherheitsanforderungen, die die Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSA oder PSAgA) erfüllen müssen, um die Gesundheit der Benutzer zu schützen und deren Sicherheit zu gewährleisten.“
Das Unterkapitel 3.1.2.2. befasst sich explizit mit der „Verhütung von Stürzen aus der Höhe“.

Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA)

Persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz (PSAgA) bestehen aus mindestens einer Körperhaltevorrichtung und einem Befestigungssystem, die durch eine zuverlässige Verankerung miteinander verbunden werden.

Typische Bestandteile der PSAgA sind Auffanggurte und -westen, Verbindungsmittel, Bandfalldämpfer, Karabinerhaken und/oder Höhensicherungsgeräte.

DIN EN 362 „PSA gegen Absturz – Verbindungselemente“

Die DIN EN 362 „Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz – Verbindungselemente“ regelt die technischen Anforderungen an Verbindungsmittel.

DIN EN 360: PSAgA – Höhensicherungsgeräte

Die technischen Anforderungen an Höhensicherungsgeräte sowie die für eine Marktzulassung erforderlichen Prüfkriterien sind in der DIN EN 360 „Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz – Höhensicherungsgeräte“ bestimmt.

DIN EN 355 „PSAgA – Falldämpfer“

Wie Falldämpfer – sowohl Reibungs-Falldämpfer als auch Bandfalldämpfer (Aufreiß-Falldämpfer) – technisch aufgebaut sein müssen und welchen Belastungen sie standhalten, ist in der DIN EN 355 „Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz – Falldämpfer“ festgelegt.

DIN EN 353-2 (Teil 2)

In dieser Norm sind die Prüf- und Zertifizierungskriterien für „Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz – Teil 2: Mitlaufende Auffanggeräte einschließlich beweglicher Führung“ festgelegt. Wie im ersten Teil geht es auch hier darum, wie vertikale Seilsicherungssysteme und weitere Steigschutzlösungen technisch konzipiert sein müssen.

DIN EN 353-1 (Teil 1)

Diese Norm legt die Prüf- und Zertifizierungskriterien fest für „Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz – Teil 1: Mitlaufende Auffanggeräte einschließlich fester Führung“. Hier wird unter anderem definiert, wie vertikale Seilsicherungssysteme und weitere Steigschutzlösungen technisch konzipiert sein müssen.

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