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Rückhaltesystem

Bei einem Rückhaltesystem handelt es sich um eine Vorrichtung, die verhindern soll, dass sich ein Sturz überhaupt erst ereignet.

Der Benutzer wird durch ein Verbindungsmittel mit einer fixen Länge von den absturzgefährdeten Bereichen ferngehalten, wodurch verhindert wird, dass er überhaupt über die Absturzkante treten kann.

Rückhaltesysteme werden also durch die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz gebildet, mit denen sich der Benutzer an entsprechende Vorrichtungen anschlägt. Anschlagpunkte, Seilsicherungssystem etc. in Kombination mit Verbindungsmitteln sind typische Rückhaltesysteme, der Benutzer muss also nur noch das Verbindungsmittel mit seinem Auffanggurt koppeln, stellt ggf. die Länge dank eines Seilkürzers ein, und kann so die Absturzkante nicht mehr erreichen.

Absturzkante

Die Absturzkante ist die Kante, über die Beschäftigte abstürzen können.

In der ASR A2.1 wird sie auch definiert als

– Kante zu einer mehr als 60° geneigten Fläche (z.B. einer Dachfläche),
– Übergang einer durchtrittsicheren zu einer nicht durchtrittsicheren Fläche,
– Übergang von Flächen mit unterschiedlichen Neigungswinkeln von einer bis zu 20° geneigten Fläche zu einer mehr als 60° geneigten Fläche
– oder als die gedachte Linie an gewölbten Flächen, ab der der Neigungswinkel einer Tangente größer als 60° ist.

Absturzgefährdeter Bereich

Laut DGUV Information 201-056 (vormals BGI 5164) bezeichnet man auf Dächern Wegstrecken, die näher als 2 Meter zur Absturzkante liegen (ab einer Höhe der Gebäudeaußenkante von 3 Metern und mehr), als absturzgefährdeten Bereich. In der ASR A2.1 heißt es übereinstimmend: „Arbeitsplätze und Verkehrswege, bei denen der Abstand mehr als 2,0 m zu Absturzkante beträgt, liegen außerhalb des Gefahrenbereichs Absturz.“

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